Ich scheiß Missgeburt hab mich wieder geschnitten letzte Nacht.
Wie ich mich hasse, verdammt wie ich mich hasse. Das hätte nicht
passieren dürfen. Ich bin wieder auf den Geschmack gekommen.
Warmes Blut tropfte mir den Arm runter und auf die kalten
Badezimmerfliesen. Es war zu schön. Ich habe so Angst, so eine
scheiß Angst. Ich will mehr, ich will immer mehr. Ich kenne das
doch schon. Verdammt.
Und morgen auch noch Schulsport. Bah. Dann kommt meine
selbstmitleidige Freundin an und ist enttäuscht. Man Mädel, komm
doch mal selbst klar, bevor du mir das Gefühl gibst noch mehr
Versager als sowieso zu sein. Maaaan.
Ich lerne nicht, mache keine Hausaufgaben. 5-, 6, 6-. Geil.
Eine andere Freundin ist jetzt irgendwie in Lüneburg in einer
Psychatrie. Ich wünschte ich könnte auch. Aber nicht um geheilt
zu werden, nein, einfach um ungestört meine Selbstverkaputtung
ausleben zu können. Scheiße ist das alles. Ich will dünn sein, dünn
sein, dünn sein. Aber jetzt wird alles besser. Ja, das sag ich jeden
Tag, schon irgendwie lustig. Aber immer wieder glaube ich doch
tatsächlich dran. So naiv.
Montag, 29. November 2010
Samstag, 27. November 2010
protegee soft
'Du bist nun wirklich schon sehr erwachsen für dein Alter'
Ja, Mutter, ja. Und du glaubst nicht wie sehr ich es hasse. Ich
hasse es so sehr. Ich will noch klein sein, nichts wissen von der
grausigen Welt. Dreizehn vielleicht. Nein, nicht eine der teilweise
Dreizehnjährigen unserer kaputten Jugend. Sondern eine kindliche
dreizehn. Ein Mädchen, das sich nicht sonderlich um sein Aussehen
oder Auftreten schert. Eines, das sich niemals ernsthafte Gedanken
über das Leben macht. Ein Kind.
Aber ich sitze nur hier, nähe meine Ballettschuhe zu 'La Valse d'Amélie'
und trinke meinen Darjeeling. In meinem Kopf schlägt alles wild um sich
und ich verstehe nicht was es bedeuten soll, während in meinen Händen ein wunderschönes Paar Ballettschuhe zum Leben erwacht. Meine Mutter sagt, dass die Schuhe schön an mir aussehen. Mein Vater sagt, dass ich schon immer schöne Füße hatte. Ja. Sie versuchen alles um mich wieder zum Tanzen zu bringen. Sie versuchen alles um wieder stolz sein zu können.. Auf mich.
Ja, Mutter, ja. Und du glaubst nicht wie sehr ich es hasse. Ich
hasse es so sehr. Ich will noch klein sein, nichts wissen von der
grausigen Welt. Dreizehn vielleicht. Nein, nicht eine der teilweise
Dreizehnjährigen unserer kaputten Jugend. Sondern eine kindliche
dreizehn. Ein Mädchen, das sich nicht sonderlich um sein Aussehen
oder Auftreten schert. Eines, das sich niemals ernsthafte Gedanken
über das Leben macht. Ein Kind.
Aber ich sitze nur hier, nähe meine Ballettschuhe zu 'La Valse d'Amélie'
und trinke meinen Darjeeling. In meinem Kopf schlägt alles wild um sich
und ich verstehe nicht was es bedeuten soll, während in meinen Händen ein wunderschönes Paar Ballettschuhe zum Leben erwacht. Meine Mutter sagt, dass die Schuhe schön an mir aussehen. Mein Vater sagt, dass ich schon immer schöne Füße hatte. Ja. Sie versuchen alles um mich wieder zum Tanzen zu bringen. Sie versuchen alles um wieder stolz sein zu können.. Auf mich.
Donnerstag, 25. November 2010
Claude Debussy - Clair de lune
Ich stehe vor dem Spiegel und
blicke auf diese leere Hülle. Diese leere
Hülle die mein Körper sein soll. Ich verstehe nicht.
Das soll ich sein ? Nee, kann nicht sein.
Ich träume davon von einer Klippe ins tiefe Meer
zu springen, zu tief zu sinken und nicht mehr hochzukommen.
Man ist so leicht unter Wasser. Ich treibe, das Wasser treibt.
Mich gibt es nicht mehr und endlich bin ich frei von dem
Gefühl im falschen Körper zu leben. Nicht ich zu sein.
Aber dann stehe ich wieder vor dem Spiegel und sehe mich an.
Ich gucke mir tief in die Augen, aber es ist als ob man sie nicht
richtig sehen kann. Sie sind leer. Und ich fühle mich kaputt.
blicke auf diese leere Hülle. Diese leere
Hülle die mein Körper sein soll. Ich verstehe nicht.
Das soll ich sein ? Nee, kann nicht sein.
Ich träume davon von einer Klippe ins tiefe Meer
zu springen, zu tief zu sinken und nicht mehr hochzukommen.
Man ist so leicht unter Wasser. Ich treibe, das Wasser treibt.
Mich gibt es nicht mehr und endlich bin ich frei von dem
Gefühl im falschen Körper zu leben. Nicht ich zu sein.
Aber dann stehe ich wieder vor dem Spiegel und sehe mich an.
Ich gucke mir tief in die Augen, aber es ist als ob man sie nicht
richtig sehen kann. Sie sind leer. Und ich fühle mich kaputt.
Mittwoch, 24. November 2010
mommy, mommy, i miss you
Stop! Ich muss aufhören.
Aufhören mit der ganzen 'binge-and-purge' sache.
Ständig steht die Waage still. Ich muss dünn sein. Ja,
ich habe diesen Traum vom Dünnsein. Ich erinnere mich
an glücklichere Tage. Ich war noch ganz klein. Mit meinen
karamellblonden Haaren und meinen rehbraunen Augen sah
ich aus wie ein Toffifee.(Haha, Toffifee. Wie lustig.)
Ich sang wie ein kleiner Engel, tanzte wie eine Fee, schauspielerte
als hätte ich nie etwas anderes getan. Talentiert hatten sie mich genannt.
Ja, ich erinnere mich noch gut an diese Zeit. Die Augen meiner Eltern
strahlten vor Stolz als ich auf der Bühne stand und einfach bezaubernd
aussah. Aber das ist alles so lange her. So bin ich nicht mehr. Kein Stück.
Früher war ich ein Einser-Kind. Heute bring ich nur Scheißnoten nach Hause und hab vom Gymnasium auf die Realschule gewechselt, auf der ich allerdings auch jedes Jahr wie verrückt darum kämpfe nicht sitzen zu bleiben. Ich trete nicht mehr auf. Das letzte Mal als ich auf einer Bühne stand war ich vielleicht elf. Später habe ich noch einmal ein Ballettstück vorgetanzt, aber es war so schön, dass es einfach schrecklich weh tat und so konnte ich es nicht mehr. Meine Haare sind schwarzbraun und meine Augen braungrün. Nichts ist wie es früher war. Ich habe alles verlernt. Es führt kein Weg zurück, obwohl..
Das war nicht alles was mich ausmachte damals. Denn ich war dünn. Spargeldürr. Noch heute lacht meine Mutter wenn sie daran zurückdenkt und es tut so weh, dass ich in den letzten Jahren so missraten bin und sie nicht mehr stolz machen kann. Aber das will ich, weil ich sie liebe, weil sie mir am Herzen liegt. Auch wenn sie vielleicht nicht die Art von Mutter ist die man sich wünscht, ist sie genau die richtige für mich. Sie kann mich nicht mehr sehen, weil ich so grässlich bin. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich werde wieder dünn, Mama. Für dich. So wie damals, und dann gehe ich für dich auf die Bühnen dieser Welt und mache dich stolz, so unendlich stolz. Versprochen.
Aufhören mit der ganzen 'binge-and-purge' sache.
Ständig steht die Waage still. Ich muss dünn sein. Ja,
ich habe diesen Traum vom Dünnsein. Ich erinnere mich
an glücklichere Tage. Ich war noch ganz klein. Mit meinen
karamellblonden Haaren und meinen rehbraunen Augen sah
ich aus wie ein Toffifee.(Haha, Toffifee. Wie lustig.)
Ich sang wie ein kleiner Engel, tanzte wie eine Fee, schauspielerte
als hätte ich nie etwas anderes getan. Talentiert hatten sie mich genannt.
Ja, ich erinnere mich noch gut an diese Zeit. Die Augen meiner Eltern
strahlten vor Stolz als ich auf der Bühne stand und einfach bezaubernd
aussah. Aber das ist alles so lange her. So bin ich nicht mehr. Kein Stück.
Früher war ich ein Einser-Kind. Heute bring ich nur Scheißnoten nach Hause und hab vom Gymnasium auf die Realschule gewechselt, auf der ich allerdings auch jedes Jahr wie verrückt darum kämpfe nicht sitzen zu bleiben. Ich trete nicht mehr auf. Das letzte Mal als ich auf einer Bühne stand war ich vielleicht elf. Später habe ich noch einmal ein Ballettstück vorgetanzt, aber es war so schön, dass es einfach schrecklich weh tat und so konnte ich es nicht mehr. Meine Haare sind schwarzbraun und meine Augen braungrün. Nichts ist wie es früher war. Ich habe alles verlernt. Es führt kein Weg zurück, obwohl..
Das war nicht alles was mich ausmachte damals. Denn ich war dünn. Spargeldürr. Noch heute lacht meine Mutter wenn sie daran zurückdenkt und es tut so weh, dass ich in den letzten Jahren so missraten bin und sie nicht mehr stolz machen kann. Aber das will ich, weil ich sie liebe, weil sie mir am Herzen liegt. Auch wenn sie vielleicht nicht die Art von Mutter ist die man sich wünscht, ist sie genau die richtige für mich. Sie kann mich nicht mehr sehen, weil ich so grässlich bin. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich werde wieder dünn, Mama. Für dich. So wie damals, und dann gehe ich für dich auf die Bühnen dieser Welt und mache dich stolz, so unendlich stolz. Versprochen.
Montag, 22. November 2010
ticktackticktackticktackticktack
Ich sehe mich im Spiegel an. Aber nicht für lange.
Denn es tut weh, so weh mich zu sehen. Wie sehe ich
schon aus ? Dumm, unscheinbar, naiv, unförmig, ungeliebt.
Es tut weh mich zu sehen. Versager. Versager, Versager, Versager.
Mein Kopf dröhnt, aber es ist mir egal. Denn so tut es nicht mehr so
weh, so kann ich mich sehen. Mich ? Nein. Das bin ich nicht.
Das im Spiegel das bin ich nicht. Ich bin besonders. Ich bin schön.
Ich bin anders. Liebenswert. Ich weiß es. Das im Spiegel bin nicht ich.
Ich hasse meine Stimme, wie ich die Worte laut lese. Wie ich weine,
weine weil es so wahr ist. Weil ich so hilflos bin. Niemand kann mir
helfen. Ja, ich weiß. Es gibt Möglichkeiten, blablabla. Hab ich alles
hinter mir. Und was ist aus mir geworden ? Ich bin weg. Für mich gibt
es nur noch dieses Mädchen in meiner Traumwelt. Das, was ich gerne
wäre. Ich habe sie mir gewünscht. Und jetzt bin ich sie. Nur sie.
Weil ich mein echtes Ich nicht mehr ertragen kann. Heute bin ich zu spät
zur Schule gekommen. Das erste Mal in meinem scheißperfekten Drecksleben. Aber es ist mir egal. Dumme, dumme Schule. Wofür denn ? Ich will keine Arbeit haben, will nicht dieses eintönige Scheißleben mit der jeder zufrieden zu sein scheint. Ich suche nach dem 'Mehr'. Es tut so weh einfach da zu sein. Aber ich will noch nicht gehen. Nein. Ich träume noch. Träume von Realität, weil ich sie nicht erleben darf. 'Lou, du übergibst dich doch wohl nicht nach dem Essen ?' Meine hysterische Lache erfüllt den Raum. 'Oh..ahahahahaha. Was? Nein. Was denkst du nur von mir.', 'Das hoffe ich auch für dich' oh mother, mother. if you would only know..
Ich vermisse den Hunger, wisst ihr. Ich fresse und kotze. Und ja, ich liebe es zu kotzen bis mir die Kehle brennt wie Säure in einer offenen Wunde. Ich liebe es. Gibt ja auch nichts schöneres als mal richtig schön zu kotzen. Fünfmal am Tag muss schon drin sein. Ich hasse das alles. Alles. Ich bin eine kleine Essigfliege. Niemand, niemand macht sich Gedanken über mich. und wenn ich mal versuche irgendwem näher zu treten, dann werde ich kurzer Hand zerquetscht. Ist schon okay. Ich bin nur eine Essigfliege.
Und ja, ich weiß das dieser Eintrag unpoetisch und scheiße ist aber das ist mir grade sowas von egal, denn ich muss schreiben. schreiben, ablenken, vergessen, verdrängen. danke, dass ihr so fleißig lest :**
Denn es tut weh, so weh mich zu sehen. Wie sehe ich
schon aus ? Dumm, unscheinbar, naiv, unförmig, ungeliebt.
Es tut weh mich zu sehen. Versager. Versager, Versager, Versager.
Mein Kopf dröhnt, aber es ist mir egal. Denn so tut es nicht mehr so
weh, so kann ich mich sehen. Mich ? Nein. Das bin ich nicht.
Das im Spiegel das bin ich nicht. Ich bin besonders. Ich bin schön.
Ich bin anders. Liebenswert. Ich weiß es. Das im Spiegel bin nicht ich.
Ich hasse meine Stimme, wie ich die Worte laut lese. Wie ich weine,
weine weil es so wahr ist. Weil ich so hilflos bin. Niemand kann mir
helfen. Ja, ich weiß. Es gibt Möglichkeiten, blablabla. Hab ich alles
hinter mir. Und was ist aus mir geworden ? Ich bin weg. Für mich gibt
es nur noch dieses Mädchen in meiner Traumwelt. Das, was ich gerne
wäre. Ich habe sie mir gewünscht. Und jetzt bin ich sie. Nur sie.
Weil ich mein echtes Ich nicht mehr ertragen kann. Heute bin ich zu spät
zur Schule gekommen. Das erste Mal in meinem scheißperfekten Drecksleben. Aber es ist mir egal. Dumme, dumme Schule. Wofür denn ? Ich will keine Arbeit haben, will nicht dieses eintönige Scheißleben mit der jeder zufrieden zu sein scheint. Ich suche nach dem 'Mehr'. Es tut so weh einfach da zu sein. Aber ich will noch nicht gehen. Nein. Ich träume noch. Träume von Realität, weil ich sie nicht erleben darf. 'Lou, du übergibst dich doch wohl nicht nach dem Essen ?' Meine hysterische Lache erfüllt den Raum. 'Oh..ahahahahaha. Was? Nein. Was denkst du nur von mir.', 'Das hoffe ich auch für dich' oh mother, mother. if you would only know..
Ich vermisse den Hunger, wisst ihr. Ich fresse und kotze. Und ja, ich liebe es zu kotzen bis mir die Kehle brennt wie Säure in einer offenen Wunde. Ich liebe es. Gibt ja auch nichts schöneres als mal richtig schön zu kotzen. Fünfmal am Tag muss schon drin sein. Ich hasse das alles. Alles. Ich bin eine kleine Essigfliege. Niemand, niemand macht sich Gedanken über mich. und wenn ich mal versuche irgendwem näher zu treten, dann werde ich kurzer Hand zerquetscht. Ist schon okay. Ich bin nur eine Essigfliege.
Und ja, ich weiß das dieser Eintrag unpoetisch und scheiße ist aber das ist mir grade sowas von egal, denn ich muss schreiben. schreiben, ablenken, vergessen, verdrängen. danke, dass ihr so fleißig lest :**
Donnerstag, 18. November 2010
Three in the morning
Es ist drei Uhr nachts. Ich starre in mein schwarzes Zimmer.
Durch mein geöffnetes Fenster, höre ich einen Zug vorbeirauschen.
Ich stelle mir vor was für Leute wohl in ihm sitzen, wohin sie fahren.
Dann stelle ich mir vor, ich wäre einer von ihnen.
Ich fahre weg. Weg, weg, weg.
Wohin weiß ich noch nicht. Ich verstecke mich gelegentlich auf
der Zugtoillette vor den Kontrolleuren, denn die Reichweite meines
Tickets habe ich längst überschritten. Als ich aufwache, sitzt eine ältere
Dame neben mir. Ich warte auf die nächste Haltestelle und steige aus.
Das grelle Licht der Bahnstation springt mir aus der Dunkelheit entgegen.
Keine Ahnung wo ich hier bin. Ich torkle auf meinen Stöckelschuhen
durch die Nacht. Ein paar Leute sehen mich an, als wäre ich betrunken.
Ich bin doch nur müde. Müde vom Leben. Ich setze mich auf den
Bordstein einer unbelebten Straße und lausche der Nacht. Ich sollte
irgendwen anrufen. Niemand wird mich hier finden, aber es ist mir egal.
Vielleicht will ich auch gar nicht gefunden werden. Einfach nochmal neu
anfangen. Alle Erinnerungen auslöschen und lachend im Sandkasten sitzen. Das Rascheln der Bäume wiegt mich in den Schlaf.
Durch mein geöffnetes Fenster, höre ich einen Zug vorbeirauschen.
Ich stelle mir vor was für Leute wohl in ihm sitzen, wohin sie fahren.
Dann stelle ich mir vor, ich wäre einer von ihnen.
Ich fahre weg. Weg, weg, weg.
Wohin weiß ich noch nicht. Ich verstecke mich gelegentlich auf
der Zugtoillette vor den Kontrolleuren, denn die Reichweite meines
Tickets habe ich längst überschritten. Als ich aufwache, sitzt eine ältere
Dame neben mir. Ich warte auf die nächste Haltestelle und steige aus.
Das grelle Licht der Bahnstation springt mir aus der Dunkelheit entgegen.
Keine Ahnung wo ich hier bin. Ich torkle auf meinen Stöckelschuhen
durch die Nacht. Ein paar Leute sehen mich an, als wäre ich betrunken.
Ich bin doch nur müde. Müde vom Leben. Ich setze mich auf den
Bordstein einer unbelebten Straße und lausche der Nacht. Ich sollte
irgendwen anrufen. Niemand wird mich hier finden, aber es ist mir egal.
Vielleicht will ich auch gar nicht gefunden werden. Einfach nochmal neu
anfangen. Alle Erinnerungen auslöschen und lachend im Sandkasten sitzen. Das Rascheln der Bäume wiegt mich in den Schlaf.
Dienstag, 16. November 2010
Yann Tiersen - Summer 78
Ich weiß noch, damals.
Einmal war ich sicher glücklich, glaub ich. Damals.
Damals, damals. Ich habe immer in dem Glauben, dem
erhofften Glauben gelebt, dass später alles besser werden würde.
Und ich blicke zurück auf das Später. Es war nicht besser geworden.
Und ich lebe im Später. Es ist nicht besser geworden.
Wer hat das eigentlich alles zu verantworten ?
Wer hat es zu verantworten, dass es so kommt wie es kommt ?
Man sagt ja immer, jeder hätte sein Leben selbst in der Hand.
Aber ich blicke in meine Hände, und sie sind leer.
Da ist nichts. Nichts erwähnenswertes ist dort. Nichts was man
fühlen kann. Nichts um das ich kämpfen könnte. Denn mein ganzes
scheißverdammten Leben habe ich mit Kämpfen zugebracht.
Kämpfen, gegen die harten Schläge meines 'Vaters', wenn man so will.
Kämpfen, um die liebende Aufmerksamkeit einer Mutter, meiner Mutter.
Kämpfen, für mich selbst. Für die Freiheit. Für das Leben.
Doch langsam merke ich, dass es vielleicht Menschen gibt für die einfach
kein Leben gedacht ist. Menschen, die übrig geblieben sind und keines
abbekommen haben. Es ist, als wäre ich eines der kleinen Schweine, die nur in die Welt gesetzt werden, um in ihrem eigenen Kot zu ersticken, sich gegenseitig die Schwänze abzubeißen aus Depression und Wut, um dann
schließlich von höheren Mächten verprügelt und qualvoll sterben zu dürfen. Für sie war nie ein Leben gedacht. Nicht als solches.
Ich will ein LEBEN.
Verdammt, hört mich denn keiner.
Ich kann nicht mehr. Es ist so anstrengend,
dieses beschissene 'tagein tagaus', ohne Sinn und Verstand.
Ich will endlich LEBEN. Mein Gott, warum gibt es so viele
die ihr Leben nicht schätzen, warum ?? Gib mir sein Leben. Oh, bitte.
Ich will nicht einfach so auf der Welt sein. Mich in irgendwelchen Obsessionen, Stressfaktoren, und falschen Umgängen ertränken. Nur um ein Leben zu bekommen. Dieser Druck sitzt auf mir wie eine eine Kuh auf einem würgenden Salamander. Ich brauche Luft. Luft zum Atmen. Luft zum Leben. Bitte. Bitte..
Einmal war ich sicher glücklich, glaub ich. Damals.
Damals, damals. Ich habe immer in dem Glauben, dem
erhofften Glauben gelebt, dass später alles besser werden würde.
Und ich blicke zurück auf das Später. Es war nicht besser geworden.
Und ich lebe im Später. Es ist nicht besser geworden.
Wer hat das eigentlich alles zu verantworten ?
Wer hat es zu verantworten, dass es so kommt wie es kommt ?
Man sagt ja immer, jeder hätte sein Leben selbst in der Hand.
Aber ich blicke in meine Hände, und sie sind leer.
Da ist nichts. Nichts erwähnenswertes ist dort. Nichts was man
fühlen kann. Nichts um das ich kämpfen könnte. Denn mein ganzes
scheißverdammten Leben habe ich mit Kämpfen zugebracht.
Kämpfen, gegen die harten Schläge meines 'Vaters', wenn man so will.
Kämpfen, um die liebende Aufmerksamkeit einer Mutter, meiner Mutter.
Kämpfen, für mich selbst. Für die Freiheit. Für das Leben.
Doch langsam merke ich, dass es vielleicht Menschen gibt für die einfach
kein Leben gedacht ist. Menschen, die übrig geblieben sind und keines
abbekommen haben. Es ist, als wäre ich eines der kleinen Schweine, die nur in die Welt gesetzt werden, um in ihrem eigenen Kot zu ersticken, sich gegenseitig die Schwänze abzubeißen aus Depression und Wut, um dann
schließlich von höheren Mächten verprügelt und qualvoll sterben zu dürfen. Für sie war nie ein Leben gedacht. Nicht als solches.
Ich will ein LEBEN.
Verdammt, hört mich denn keiner.
Ich kann nicht mehr. Es ist so anstrengend,
dieses beschissene 'tagein tagaus', ohne Sinn und Verstand.
Ich will endlich LEBEN. Mein Gott, warum gibt es so viele
die ihr Leben nicht schätzen, warum ?? Gib mir sein Leben. Oh, bitte.
Ich will nicht einfach so auf der Welt sein. Mich in irgendwelchen Obsessionen, Stressfaktoren, und falschen Umgängen ertränken. Nur um ein Leben zu bekommen. Dieser Druck sitzt auf mir wie eine eine Kuh auf einem würgenden Salamander. Ich brauche Luft. Luft zum Atmen. Luft zum Leben. Bitte. Bitte..
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