Sonntag, 16. März 2014

Schwarze Sonne

Der Himmel erstreckt sich rosig über unseren Schädeln,
die schwarze Sonne strahlt uns ins Gesicht,
das dunkle Licht gibt der Welt ihre Farbe.
Die Bäume ragen orange in die Höhe,
violettes Gras kitzelt unsere Zehen,
cyanblaue Wolken ziehen vorüber.
 
Das ist nicht real
 
Ich nehme deine Hand, sie ist knochig, wie meine,
blicke in dein Gesicht, will dir in die Augen schauen.
Leere Augenhöhlen blicken mir entgegen,
ich schaue auf unsere Hände,
kein Leben ist darin zu erkennen,
kein Fleisch, kein Blut, keine Haut.
Weißes Gerippe,
und ich frage mich, wer du bist.
Wie soll ich dich erkennen, an einem Skelett,
das dem meinem gleicht.
 
Wer bin ich ?
 
Ich kann die Worte nicht aussprechen,
doch die Buchstaben fliegen in schwarzer Schreibschrift aus meiner Schädelhöhle,
steigen nach oben, langsam, als wären sie schwerelos,
und die schwarze Sonne saugt sie auf.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Aber du bleibst in meinem Kopf,
was auch immer ich tue, du bleibst in diesem Kopf,
und ich wollte es nicht ändern, selbst wenn ich könnte.
 
Schmerz frisst sich durch meinen Körper,
Schlaf wird zum Monster,
jeder Atemzug zu einer Qual.
 
Ich irre durch einen endlosen, grünen Wald,
renne, laufe immer geradeaus,
doch komme nicht voran,
 
Ich falle ins weite Meer,
sinke in unendliche Tiefe,
und das Wasser füllt meine Lungen.
 
I'm living dead

Donnerstag, 23. Januar 2014

Wer nicht schläft wird verrückt,
unsere Träume geben uns einen Raum für unseren Wahnsinn.

Donnerstag, 2. Januar 2014


Der Tod in seiner hässlichsten Form,
wenn er blühende Seelen gefrieren lässt
und sie im ewigen Winter festhält.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Schwarzer Schleim kriecht an meinem Beinen herauf,
will mich besitzen, will mich verschlingen,
Krähen rufen meinen Namen, beobachten mich,
frierende Windstöße nagen an meiner Haut,
lassen die Bäume wissen, dass ich da bin,
sie lauern mir auf, wollen mich mitnehmen,
immer wieder höre ich dieses Klicken,
den Versuch eine verschlossene Tür zu öffnen,
sie alle versuchen mich zu entführen,
mich zu verschleppen, an den Ort der Schatten.
 
Ich bin schon hier

Sonntag, 24. November 2013

Unsere Herzen nicken zum selben Beat,
ein schiefes Lachen auf unseren Lippen,
Glück, Liebe und Magie in unseren Augen,
Musik in den Ohren.
Derselbe Sound.
Du bist ein Bowncer und ich muss meine Arme
in die Luft reißen, denn du nimmst mich mit.

Montag, 18. November 2013

Faltige Haut, verbrauchte Hände. Eine alte Seele in einem jungen Körper. Abermals. Verloren im Rauch, der Nebel macht blind. Ich kann es sehen, das alte Kind. Verbrannte Erinnerungen stinken entsetzlich, man braucht nicht zu atmen an diesem Ort. Und doch, loslassen scheint unmöglich, wie sie alle um einen kreisen, dieser Geruch. Das Herz vermag zu schwer es zu tragen, auf ewig, denn Zeit bleibt relativ. Alte Seelen suchen den Frieden doch laufen weiter, hinab ins Tief. Dies ist kein Wasser, hier kann man nicht schwimmen. Kein Raum in dem man fliegen kann, dies ist die Hölle, tief im Herzen, wenn man nicht mehr lieben kann. Ich ersticke.